Uranus im ersten (1.) Haus

astrologisches symbol uranus haus 1

Wahrscheinlich haben Sie öfters mal den Eindruck, dass Sie anders als Ihre Mitmenschen gestrickt sind. Entweder fühlen Sie sich durch eine einzigartige Begabung besonders hervorgehoben oder aber durch ein typisches persönliches oder körperliches Merkmal stigmatisiert. Möglicherweise befürchten Sie, dass das, was Sie zu einem einzigartigen Wesen macht, nicht genügend in Erscheinung tritt. Deswegen werden Sie sich betont auffällig, originell oder provokant verhalten, um gesehen zu werden. Mit so einer psychischen Haltung richten Sie sich jedoch nach anderen aus, auch wenn - oder gerade weil - Sie das Gegenteil dessen tun, was von Ihnen erwartet wird. Solange Sie auf die Reaktion der anderen angewiesen sind, werden Sie wohl kaum Ihren persönlichen Willen durchsetzen oder verteidigen können. Deshalb fühlen Sie sich immer wieder durch äussere Bedingungen an Ihrer Persönlichkeitsentfaltung gehindert. Wenn Sie jedoch Ihrem Instinkt und Ihren Impulsen nachgeben, wähnen Sie sich abgelehnt oder angegriffen. Im Grunde genommen werden Sie es wohl kaum allen Parteien rechtmachen können!

Besonders empfindlich reagieren Sie auf mögliche Ablehnungen. Da kommt Wut auf, die Sie wohl kaum offen zeigen. So eine unterdrückte Wut kann selbstsabotierendes Verhalten inszenieren - vor allem, wenn Sie sich im Innersten selbst ablehnen. Beispielsweise könnten Sie Ihre ausserordentlichen Fähigkeiten vor anderen fast schon selbstverachtend herunterspielen. In solchen Zeiten geht so manches scheinbar zufälligerweise zu Bruch - und Erfolgserlebnisse verflüchtigen sich schnell. Trotz kommt auf - dabei werden in der Hauptsache andere als ablehnend empfunden. Mit einer Stimmung von "erst recht nicht!" passieren Ihnen Ungeschicklichkeiten oder kleinere Unfälle. Möglicherweise machen sich ganz unerwartet und plötzlich Wutanfälle Platz. Menschen, die stets erwarten, dass Sie angegriffen oder abgelehnt werden, sind psychisch besonders angespannt. Dann reagiert man entweder gereizt, hyperaktiv, hektisch, ziellos oder unkonzentriert und fahrig. Hieraus könnten sich Magen-Darm-Reizungen und Erkrankungen anderer Organe und Drüsen aufgrund funktioneller Überreizungen ergeben.

Vielleicht hatten Sie in Ihrer Kindheit manchmal das Gefühl zwischen zwei Stühlen zu sein - ihren Eltern. Daraus können Sie gelernt haben, dass Neutralität unangreifbar macht. Unentschlossenheit, Standpunktlosigkeit und auch liberale Auffassungen könnten die Mittel gewesen sein, die Ihnen einen sicheren Platz in der Familie garantiert haben. So eine antrainierte Neutralität kann jedoch zur seelischen Blutarmut werden. Man wird orientierungslos und der Körper mag das in Eisenmangel, ebenso durch Migräne, Schwindelanfälle oder Kreislaufstörungen ausdrücken. Gerade dann, wenn Sie Farbe bekennen sollten, können Vergesslichkeit, Verletzungen oder Krämpfe Sie daran hindern. Dann scheint so manches relativ oder nicht mehr so schlimm. Das führt aber auch an notwendigen Auseinandersetzungen vorbei, die Klarheit schaffen. In unserer Welt der Gegensätze und Entsprechungen wird eine taktisch eingesetzte Neutralität die Entfaltung unserer Persönlichkeit nicht fördern. Neutralität macht farblos. Dann gehen wir vor lauter Unauffälligkeit in der Masse unter. Manchmal sättigen wir unser Verlangen, beachtet zu werden, indem wir uns auffällig anziehen oder benehmen. Im Grunde genommen sind wir dabei aber nicht locker, sondern schielen verkrampft auf die Reaktion der anderen.

Sie finden zu sich selbst, wenn Sie sich - wie oben beschrieben - durch den OM-Laut mit Ihren Instinkten und mit Ihrer Fähigkeit der geistigen Eingebung verbinden. Ziel ist Ihre persönliche Freiheit, die Sie nur erhalten, wenn Sie sich von Gruppenzwängen mit pseudo-liberalen Ansätzen, äusseren Erwartungshaltungen und krisensicherer Neutralitätshaltung fern halten. Wenn Sie wieder einmal zwischen zwei Stühlen in der Klemme sitzen sollten und zu keinem Entschluss kommen, kann eine kleine Visualisierungsübung helfen: Machen Sie sich Ihre Gespaltenheit bewusst, indem Sie alle Möglichkeiten und Widrigkeiten aufschreiben. Dann legen Sie den Zettel beiseite und setzen sich vor eine Kerze. Schauen Sie in das Kerzenlicht mit offenem Blick hinein, dann schliessen Sie Ihre Augen und warten, bis das Kerzenlicht vor Ihrem inneren Auge erscheint. Wenn das Licht im Inneren verschwunden ist, blicken Sie wieder in das Kerzenlicht, um die Übung zu wiederholen. Vielleicht kommen Sie nicht gleich zu einer klaren Entscheidung. Sie können die Übung aber an darauf folgenden Tagen wiederholen - so lange, bis sich Klarheit und ein Impuls zum eindeutigen Handeln ergeben.

Auszug aus dem Horoskop "Körper, Geist und Seele" für Scarlett Johansson. Text © 2017 by Susanne Christan, Astrologin. AstroStar © 2017 by AstroGlobe.