Mond im zwölften (12.) Haus

astrologisches symbol mond haus 12

Sie gehören zu den empfindsamsten Menschen überhaupt. Sie fühlen deutlicher als Andere, wie es den Menschen in Ihrer Umgebung geht und welche Stimmungen gerade vorherrschen. Das ist jedoch nicht immer ein Segen, denn manchmal können Sie sich nur schlecht gegen Einflüsse abgrenzen. Aus diesem Grunde meiden Sie vielleicht den intensiven Kontakt mit der Umwelt und flüchten sich stattdessen in eine Traumwelt, in der sie Ihren Idealen ungehindert nachgehen können und von der die "böse" Welt da draussen ausgeschlossen ist. Möglicherweise wirken Sie betont unnahbar und geben sich Mühe einen harten und wenig aufgeschlossenen Eindruck zu machen - und mauern sich in einer Rolle ein, die gar nicht zu Ihrem Wesen passt. Denn wenn Sie vermeiden, sich von der Welt berühren zu lassen, gehen Sie genauso gegen sich selbst vor, denn schliesslich ist eine Ihrer herausragenden Eigenschaften, mit Anderen mitfühlen zu können. Diese Eigenschaft ist gewissermassen Ihr Beitrag in dieser Welt. Diesen zu erfüllen und zugleich eine starke Persönlichkeit zu sein, die sich gegen die Unbilden der Welt schützen kann, ist die grosse seelische Herausforderung, die es anzunehmen gilt.

Anstatt vor der Welt zu fliehen, stärken Sie Ihre seelische Abwehr, damit Ihre positiven Eigenschaften zum Tragen kommen. Dabei können Ihnen Meditationstechniken besondere Hilfestellung leisten. Wählen Sie bevorzugt solche Techniken, die bewusst auch körperlichen Einsatz verlangen. Hier kommen Joga und Qi Gong infrage. Manch einer mag sich sogar zum Tanz der Derwische hingezogen fühlen. Wie auch immer: Diese regelmässigen Abstecher in eine Welt hinter den Erscheinungen sollte sie für die Aufgaben im Hier und jetzt rüsten.

Auch mit Hilfe von Musik und Klängen können Sie einen ausgezeichneten Ausgleich zur allgegenwärtigen Eindrucksüberflutung schaffen. Musik ist in erster Linie Geschmacksache und deshalb ist es schwer, hier Empfehlungen auszusprechen, welche Musik Ihnen zusagen würde und welche nicht. Dennoch ist es nicht abwegig von bestimmten Klangqualitäten zu sprechen, welche die typischen Eigenschaften Ihrer Konstellation widerspiegeln und deshalb in der einen oder anderen Form sehr wohl geeignet sind, Ihre Persönlichkeit anzusprechen und energetisch ins Lot zu bringen.

Was ist das Typische an Klängen, die Sie mit sich selbst in Harmonie bringen? Es ist ihre Sanftheit, Flüchtigkeit - sie sind wie vielleicht kaum hörbar, liegen irgendwo an der Grenze der Hörbarkeit. Diese Klänge sind kaum greifbar und gehen zumeist im Lärm des Alltags unter. Sie laden zum Träumen ein, sie sind auf ihre Art nicht von dieser Welt und doch allgegenwärtig. Um ihrer habhaft zu werden, müssen wir uns auf sie einlassen und gewissermassen lernen, dem Gras wachsen zu hören ...

Wenn das Schweigen einen Klang hätte und die Stille ein Geräusch machte, dann wären dies die perfekten akustischen Entsprechungen für Sie. Doch auch im Säuseln des Windes, im Rascheln im Grases, im Lufthauch über das Wasser eines stillen Sees, im Platzen einer Seifenblase, hören wir diese Qualität. Es sind Geräusche, die sich uns nur dann offenbaren, wenn wir uns ganz auf sie einlassen. Wenn wir unseren eigene Pulsschlag hören können, dann haben wir das nötige Gespür erreicht. Halten Sie sich eine Muschel ans Ohr: Sie hören die dumpfe Brandung des Ozeans - und doch ist es nichts Anderes als der Widerhall Ihrer eigenen Blutzirkulation. Verharren Sie ganz still und konzentrieren Sie sich auf Ihre akustische Wahrnehmung: Versuchen Sie die Reichweite in immer grösser werdenden Kreisen auszudehnen bis die entferntesten Geräusche an Ihr Ohr dringen. Oder schliessen Sie die Augen und öffnen Sie die Ohren - aber fokussieren Sie kein bestimmtes Geräusch, sondern lassen Sie die Aufmerksamkeit auf der Summe aller Laute ruhen, bis alles Hörbare zu einer einzigen Kulisse verschmilzt. Mit diesen kleinen Übungen bekommen Sie eine Ahnung davon, welche Klänge unsere Welt im Hintergrund beleben.

Sphärenklänge und Engelschöre - Musik für Sie ist eigentlich nicht von dieser Welt. In unseren irdischen Gefilden lässt uns unter den Instrumenten vor allen Dingen die Konzertharfe in diese Welt eintauchen: ihr auf und ab wogender Klang lädt zum Träumen ein. Nur dem Namen nach verwandt ist die Glasharfe: mit benetztem Finger kreist man über den Rand feststehender Glaskelche. Ihr unvergleichlich zarter Klang faszinierte selbst die grössten Komponisten. Ein anderes himmlisches Instrument ist die Celesta: ein zart klingendes Tasteninstrument, das zur Tonerzeugung Stahlplatten benutzt. In Bartoks "Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta" zaubert ihr Klang eine besonders geheimnisvolle Stimmung. Ein ganz besonderes Instrument sind die Klangschalen: Beim Reiben der Schale mit einem Holzklöppel entsteht ein oszillierender Ton, der mit der Dauer zunimmt. Dieser Klang versetzt den ganzen Körper in Schwingung und kann bei Meditationen eingesetzt werden - Klangschalen öffnen die Pforten der inneren Landschaften. Sie brauchen keinen Unterschied zwischen populärer und so genannter ernster Musik machen - Sie kennen diese Grenzen nicht. Doch werden sie den ruhigeren, fliessenden Tönen den Vorzug geben, z.B. die Chill-Out-Klänge auf den "Buddha Bar"-Compilations. 

Auszug aus dem Horoskop "Wellness" für Roberto Blanco. Text © 2017 by Christopher Weidner, Astrologe. AstroStar © 2017 by AstroGlobe.