Uranus im vierten (4.) Haus

astrologisches symbol uranus haus 4

Dort, wo Sie frei und unabhängig sind, fühlen Sie sich wohl. Das wird nicht immer in Ihrer Wohnung oder in Ihrer festen Partnerschaft sein. Vermutlich sind Sie phasenweise viel unterwegs, denn es geht Ihnen gut, wenn Sie Freunde treffen können. Einer festen Beziehung mag das manchmal nicht ganz zuträglich sein - Ihr Partner wird sich zeitweise von Ihnen vernachlässigt fühlen. Sollte Ihre von Neugierde angestachelte Unternehmungslust und Ihre vielseitige Kontaktfähigkeit in turbulente Beschäftigungsaktivität ausarten, laufen Sie vermutlich vor aufkommender Nähe, vielleicht aber auch vor einer bedrohlichen Leere weg. Immer dann, wenn Sie sich in einen Gefühlssumpf hinabgezogen wähnen, werden Sie besonders quirlig und unternehmungslustig. Weil Sie sich durch Ihre vielseitigen Ablenkungen besonders angeregt und aufgeputscht fühlen, merken Sie wohl kaum, dass Sie eigentlich auf der Flucht sind.

In solch einer Aufputschphase kommen Sie wohl kaum zur Ruhe. Sie schlafen zu wenig, fühlen sich unter Terminstress und essen womöglich so nebenbei. Hieraus resultieren Magenschleimhautentzündungen, ebenso ein nervöser Reizmagen mit Aufstossen oder mit Sodbrennen. Sie haben den Eindruck, wenig Zeit für die Sorgen und Nöte Ihrer Mitmenschen zu haben. Deshalb reagieren Sie auf psychisch belastete und auch kranke Menschen eher ungeduldig. Die erinnern Sie allerdings nur an Ihre Sehnsucht, sich beschützt und umsorgt zu fühlen - und veranlasst Sie zum Weglaufen. Ihre Ambivalenz zwischen Schutzbedürfnis und Unabhängigkeitsbestreben hat vermutlich ihren Ursprung in Ihrer Kindheit. Möglicherweise haben Sie an Ihrer Mutter des Öfteren erlebt, dass Sie für Ihre kindlichen Nöte keine Zeit hatte, weil Sie gerade mit anderen Menschen beschäftigt war. Dabei scheint sich der Blick Ihrer Mutter mehr in die Welt, statt in die Familie gerichtet zu haben. Als Kind haben Sie daraus die Erfahrung gezogen, dass Geborgenheit und Nähe unerwartet und plötzlich - etwa durch einen Telefonanruf - wieder entzogen werden können. Deshalb können Sie sich wohl auch heute noch kaum in den Augenblick, der Liebe verspricht, hineinfallen lassen. Sie scheuen familiär-enge Beziehungen, wenn Sie befürchten, dadurch in Ihrer freien Entwicklung behindert zu werden. So stürzen Sie sich voller Elan auf Karriere und offizielle Verpflichtungen. Sie schaffen es auch, sich sehr zu überanstrengen, um ja nicht in die Falle der familiär bedingten Unfreiheit hineinzugeraten. Das kann Herzrhythmusstörungen, ebenso Herzbeschwerden heraufbeschwören, denn Sie finden kaum Zeit, sich in einem Zuhause zu erholen. Dort könnten nämlich bedürftige Menschen etwas von Ihnen erwarten.

Sie werden sich besser - auch für die Liebe - öffnen können, wenn Sie Ihrem Bedürfnis nach Ruhe und Alleinseinwollen auch nachgeben. Das setzt voraus, dass Sie Ihr Bedürfnis klar äussern. Sie können unbeschwert nach Hause gehen, wenn Sie wissen, dass Sie daheim die erste Viertelstunde von Ihren Mitbewohnern nicht belagert werden. Sie werden sich einem Menschen ohne Abwehr zuwenden können, wenn Sie sicher sind, dass Sie sich nach einer festgelegten Zeit ohne Vorwürfe wieder frei machen dürfen. Möglicherweise leben Sie in Wochenendbeziehungen oder in einer Partnerschaft, in der abwechselnd einer von beiden sehr beschäftigt ist. Je mehr Sie jedoch das Selbstvertrauen entwickeln, sagen zu können, was Sie brauchen und wann Sie genug haben, desto weniger wollen Sie sich mit einem turbulenten Leben von Ihrer Sehnsucht nach Nähe ablenken.

Sie neigen allerdings aus Ihrer Kindheitserfahrung heraus dazu, sich in Extremen aufzuhalten, in denen Sie nach kompakten Näheerfahrungen wie ausgelaugt um Luft ringen. Um aber Ihre Sehnsucht nach Nähe und Ihr Bedürfnis nach Distanz besser dosieren zu können, sollten Sie mehr Augenmerk auf Ihre momentanen Empfindungen richten. Das kann geschehen, wenn Sie wenigstens dreimal am Tag Ihre Quirligkeit und Geschäftigkeit für 5 Minuten unterbrechen. Sitzen Sie für diese Zeit still da, lassen Sie sich nicht stören und richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihr drittes Auge. Das können Sie bei geschlossenen Augen in der Mitte des Kopfs zwischen den Augenbrauen wahrnehmen. Sicherlich werden viele Gedanken und Impulse an Ihrem inneren Auge vorüberziehen. Hören Sie Ihren Gedanken nur einfach zu - wie ein Beobachter - statt sich mit ihnen zu identifizieren. Worte und Bilder werden kommen und gehen. Wenn Sie Ihre Augen wieder öffnen, werden Sie einen Impuls spüren, z.B. eine Tasse Kaffee zu trinken, jemanden anzurufen oder einfach weiterzuarbeiten. Dem Impuls sollten Sie nachgeben, zumindest jedoch registrieren. So kann im Laufe der Zeit Klarheit in Ihnen aufkommen, was Sie im Moment für Ihr Wohlbefinden brauchen. Dem werden Sie dann immer ungenierter nachgehen.

Auszug aus dem Horoskop "Körper, Geist und Seele" für Bruno Mars. Text © 2017 by Susanne Christan, Astrologin. AstroStar © 2017 by AstroGlobe.