Uranus im siebten (7.) Haus

astrologisches symbol uranus haus 7

Wenn Sie Beziehungen eingehen, schwingen Sie mit Ihrem Partner wohl weniger im harmonischen Gleichklang als vielmehr in dem Gefühl, sich gegenseitig zu ergänzen. Sie entdecken bei Ihrem Gegenüber Fähigkeiten und Wesenszüge, die Sie an sich nicht entdecken und die Sie ergänzen - sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Die Eigenschaften des anderen, die Sie bei sich ablehnen und vielleicht sogar verdrängen, schwören in Ihrem Zusammenleben stets aufs Neue Krisen herauf. In solchen Phasen stellen Sie möglicherweise verzweifelt fest, dass Sie mit eigentlich unvereinbaren Ansichten, Wesensarten oder Verhaltensweisen miteinander zu leben haben. Von Fall zu Fall kommen Sie dann zu dem Entschluss, nicht zueinander zu passen. Dahinter mag sich die Befürchtung verstecken, dass der andere Ihre persönliche Eigenart nicht liebevoll akzeptiert. Je länger Sie sich in einer Liebesbeziehung nicht verstanden oder akzeptiert fühlen, desto wahrscheinlicher können Erkrankungen auftreten, die Ihr Gefühl von Ablehnung ausdrücken.

Nierenfunktionsstörungen und Blasenentzündungen lassen darauf schliessen, dass Sie sich vom Rhythmus Ihres Partners und von dessen Gepflogenheiten bestimmen lassen. Auf diese Weise kann sich die Erwartung einer idealen Beziehung kaum erfüllen. Möglicherweise gleichen Sie die Diskrepanz zwischen Ihrem Beziehungsideal und der Realität durch Anpassung aus. Dadurch begeben Sie sich auf eine Warteschleife, in der weder Ihr Ideal noch Ihre Selbstentfaltung zum Zuge kommen. Im Gefühl, dass der andere Sie nicht verstehen und annehmen möchte, kann es zu hormonellen Dysregulationen kommen. Bei Frauen kann das Zyklusstörungen auslösen. Bei Männern können Prostatabeschwerden auftauchen. Allergische Reaktionen könnten auftauchen, wenn Sie sich durch eine Beziehung unfrei fühlen - oder in demjenigen Lebensbereich blockiert fühlen, von dem Sie glauben, dass er Ihr Leben mit mehr Glück und Vergnügen füllen könnte. Krampfadern und Venenentzündungen sind hier Aufforderungen, sich im Zusammenleben mehr Freiräume zu sichern und nicht unbeweglich und resigniert zu bleiben. Wenn Sie sich von schwankenden Liebeszuwendungen Ihrer Mitmenschen belastet fühlen, kann dies durch einen instabiler Blutzuckerspiegel verkörpert werden. Im Grunde genommen erhoffen Sie sich Konstanz bei den liebevollen Zuwendungen. Doch jeder Mensch ist einem Alltagsstress ausgeliefert und sehnt sich zwischenzeitlich nach Rückzug. So auch Ihr Partner.

Ihre Beziehungsprobleme kennen Sie vermutlich schon aus der Kindheit. Aller Wahrscheinlichkeit nach sind Sie in einem Umfeld aufgewachsen, in dem es Ihren Eltern nicht möglich war, Ihnen dann zur Seite zu stehen, wenn Sie deren Unterstützung erwartet hätten. Möglicherweise waren sie berufstätig oder mit anderen sozialen Aufgaben befasst. Dadurch waren Sie mit wechselnden Betreuungspersonen konfrontiert oder des Öfteren sich selbst überlassen. In Ihnen hat sich der Eindruck breit gemacht, dass Ihre Erwartungen, die Sie auch als Kind an die Liebe hatten, nicht erfüllt werden. Stunden der Einsamkeit sind vermutlich besser zu ertragen, wenn Sie versuchen, die Fluchttendenzen Ihres Partners auch bei sich selbst zu finden. Dann fallen Ihnen Situationen ein, in denen Sie ohne ihn interessante Erfahrungen gemacht haben, die mit ihm wohl nicht geschehen wären. Wenn Sie nicht selbst aktiv werden, könnten Sie den Eindruck bekommen, dass der andere Sie für seine Eigeninteressen ausnützt. Eine Zweierbeziehung mag tatsächlich nicht Ihre gesamte Neugierde stillen, mit der Sie die Verschiedenartigkeit des Menschseins erfahren wollen. Daher sollten Sie mit Ihrem Partner ein Zusammenleben kreieren, in dem auch noch viel Raum für anderweitige Kontakte und neue Erfahrungen bleibt.

Sie können sich durch eine Paarübung einmal bewusst machen, welche Nähe oder welchen Abstand Sie zu Ihrem Partner im Moment brauchen. Gegebenenfalls könnten Sie auch einen anderen Menschen bitten, dieses Experiment mit Ihnen auszuprobieren. Stellen Sie sich mit mindestens 2 Meter Abstand einander gegenüber. Schliessen Sie die Augen und stellen Sie sich vor, dass Sie von einem schützenden Lichtei umgeben sind, in dem Sie sich wohl fühlen. Nach einer Minute etwa öffnen Sie die Augen und einer von Ihnen beginnt einen Schritt auf den anderen zuzumachen. Beide kommentieren das Gefühl der veränderten Distanz. Dann erst geht der andere einen Schritt vor. Wiederum bekunden beide ihren Eindruck. Gehen Sie so weit abwechselnd aufeinander zu, bis einer von Ihnen nicht mehr bereit ist, einen Schritt weiterzugehen. Zwingen Sie sich jedoch nicht dazu, Ihr Gegenüber möglichst nahe an Sie heranzulassen. Gehen Sie mit Ihrer inneren Wahrnehmung, die Ihnen sagt, wie viel Nähe Sie im Moment haben möchten und welches Nähebedürfnis Sie beim anderen erkennen. Vielleicht werden Sie ganz verwundert feststellen, wie wenig Nähe mit Liebe und wie wenig Distanz mit Ablehnung zu tun hat.

Auszug aus dem Horoskop "Körper, Geist und Seele" für Dieter Bohlen. Text © 2017 by Susanne Christan, Astrologin. AstroStar © 2017 by AstroGlobe.