Die Bedeutung der Aspekte

Die Bedeutung der Aspekte in der Astrologie

Unter Aspekten versteht man das Distanzverhältnis der Gestirne zueinander. "Aspekt" wird aus dem Lateinischen "aspicio" abgeleitet und bedeutet "anblicken - ansehen". Die Gestirne können nahe beieinander, sich gegenüber oder in ganz bestimmten Winkelbeziehungen stehen. Aspekte können auch von einem Planeten zu einem bestimmten Punkt im Horoskop (zum Beispiel einer Häuserspitze) gebildet werden. Zieht man vom Erdmittelpunkt aus eine imaginäre Linie zu einem Planeten sowie eine weitere Linie, die mit einem anderen Planeten verbunden ist, dann ist die Erde der Scheitelpunkt eines messbaren Winkels. Der Winkel ist die Differenz der Längengrade (in Tierkreisgraden) und wird in Richtung des Tierkreises gezählt, aber auch in der Gegenrichtung.

Im Horoskop werden diese Aspekte als farbige Linien markiert. Dabei werden nur die Verbindungen zwischen den Planeten eingezeichnet, nicht aber die Linien zum Mittelpunkt des Horoskops. Bilden zwei Planeten im Horoskop einen Aspekt, so steht dies für die Verbindung von Persönlichkeitsteilen. Grundsätzlich gibt es harmonische Aspekte und Spannungsaspekte (disharmonische Aspekte).

Haupt- und Nebenaspekte

Fünf Winkelverbindungen spielen eine besonders grosse Rolle, nämlich die Winkel von 0°, 60°, 90°, 120° und 180°. Dies sind die fünf sogenannten Hauptaspekte Konjunktion (0°), Sextil (60°), Quadrat (90°), Trigon (120°) und Opposition (180°).

Die Nebenaspekte heissen Halb- oder Semisextil (30°), Halb- oder Semiquadrat oder Oktil (45°), Quintil (72°), Anderthalb- oder Sesquiquadrat oder Trioktil (135°), Biquintil (144°) und Quinkunx (150°).

Im Gegensatz zu den wichtigen Hauptaspekten zeigen Nebenaspekte Winkelbeziehungen an, die eine vergleichsweise geringere Rolle spielen. Dabei finden viele Nebenaspekte bei der gängigen Horoskopdeutung keine Berücksichtigung, weil sie einfach als weniger relevant erachtet werden. Ist jedoch eine feinere Analyse des Horoskops gefragt oder stehen bestimmte Fragestellungen an, werden Nebenaspekte wichtiger, weil sie Hinweise geben können. Die konkrete Handhabung der Nebenaspekte hängt vom deutenden Astrologen ab.

Konjunktion - Starker Aspekt - wechselnd (Ausdruck, Handlung)

Konjunktion in der Astrologie

Definition: Die Entfernung zwischen zwei Planeten ist 0°. Somit bilden die beiden Planeten eine Einheit. Acht bis zehn Grad Abweichung (Orbis) sind dabei zulässig.

Aus der Sicht der Erde zeigt die Konjunktion, dass zwei Planeten beinahe am gleichen Ort stehen. Dies ist eine starke Konzentration, die symbolisiert, dass zwei Persönlichkeitsteile eines Menschen untrennbar zusammengehören. Vorteilhaft ist es, wenn es sich um eine Kombination von Planeten handelt, die sich auch gegenseitig unterstützen (wie z.B. die Kombination Mond Konjunktion Venus). Problematisch kann es hingegen sein, wenn beispielsweise Mars eine Konjunktion mit Neptun eingeht.

Da sich in der Konjunktion die Energie von zwei oder mehr Planeten konzentriert, ist dieser Aspekt in einem Horoskop ein sehr wichtiger. Er stellt sozusagen geballte Energie dar. Da Konjunktionen sehr energiereich sind, werden sie im Horoskop rot eingezeichnet. Harmonische bzw. Spannungsaspekte sind von allen beteiligten Planeten abhängig. Auf jeden Fall stellt eine Konjunktion ein Energiefeld dar, das es den Betroffenen fast unmöglich macht, das eine vom anderen zu trennen. Ein Beispiel für einen harmonischen Aspekt ist die Konstellation Venus-Mond, ein Spannungsaspekt kommt bei Mars-Saturn zum Tragen: Ersterer kommt durch Tatkraft und Energie zum Ausdruck, während letzterer genau dies wieder bremst.

Sextil - Starker Aspekt - günstig (Gelegenheit, Ideen)

Sextil in der Astrologie

Definition: 60° beträgt die Entfernung der beteiligten Planeten und die  Planeten stehen in harmonischer Beziehung. Das Sextil verkörpert die Sechsteilung des Kreises.

Der Unterschied zum Trigon besteht darin, dass das Sextil zwei Planeten verbindet, die in unterschiedlichen Elementen stehen. Die Polaritäten sind aber immer gleich: Feuer verbindet sich mit Luft und Erde mit Wasser. So eine Verbindung erlebt der Betroffene konkret als angenehm. Jedoch ist auch hier gefordert, die entsprechenden Persönlichkeitsanteile zu berücksichtigen und zu erforschen und die praktische Verwirklichung zu üben. Auch wenn ein Sextil eigentlich eine harmonische Verbindung ist, so findet hier doch etwas Ausdruck, das eine kreative Umsetzung des Themas in der Wirklichkeit sucht. In der Realität sind Sextile sehr nützliche Energiekonstellationen.

Quadrat - Starker Aspekt - ungünstig und disharmonisch (Ziele, Ambitionen)

Quadrat in der Astrologie

Definition: 90° beträgt die Entfernung zwischen den beteiligten Planeten, wobei sie in einem gespannten Verhältnis stehen. Ein Quadrat ist der Viertel eines Kreises, was ein Spannungsverhältnis symbolisiert.

Dieses Spannungsverhältnis ist entweder der Person selbst im Inneren unangenehm und/oder es tauchen stets wieder Auseinandersetzungen mit der Umwelt auf. Das Gefühl beim Betroffenen ist: Etwas "funktioniert" einfach nicht, was zu Aufregung oder sonstigen starken Emotionen führen kann. Die Aufgabe ist im Falle des Quadrats, allen involvierten Planetenkräften oder Persönlichkeitsanteilen zur Entfaltung zu verhelfen, damit die Spannung abklingt. Die Persönlichkeit entwickelt sich dadurch und wächst.

Dabei muss berücksichtigt werden, dass das Quadrat im Grunde genommen eine doppelte Opposition darstellt, was das Spannungspotenzial verdeutlichen mag. Die Widersprüche können dabei nicht ohne weiteres nach aussen projiziert werden, deswegen fühlt sich die Person in erster Linie mit sich selbst sehr uneins. Die waltenden Kräfte in der Psyche scheinen sich gegenseitig im Weg zu stehen: Sobald der Betroffene einem Impuls nachgibt, scheint ein anderer zu kurz zu kommen. Das Beispiel der Sonne im Quadrat zum Mond symbolisiert ein solches mögliches Spannungsfeld: Die bewussten Ziele widersprechen dem emotionalen Bedürfnis. Man könnte sagen: Es ist ein Kreuz mit dem Quadrat. Doch was ist die Lösung?

Um solche Spannungsfelder abzubauen, bedarf es noch härterer Arbeit als bei der Opposition. Die Konfrontation mit den symbolisierten Prinzipien ist unerlässlich und mühsam. Doch eine solche Arbeit trägt Früchte: Neue Fähigkeiten und eine höhere Bewusstseinsebene können der Boden sein, um Grosses zu leisten. Dies spiegelt sich auch darin wider, dass die Horoskope bekannter Menschen, die Besonderes leisten oder geleistet haben, oftmals Quadrate beinhalten.

Trigon - Starker Aspekt - harmonisch (Kreativität, Ausdehnung)

Trigon in der Astrologie

Definition: 120° beträgt die Entfernung der beteiligten Planeten und sie stehen in harmonischer Beziehung. Ein starker Aspekt - das Trigon ist dabei die Dreiteilung des Kreises.

Das Trigon verbindet Planeten in gleichen Elementen beziehungsweise gut verträglichen Zeichen. Verbindungen zwischen Sonne, Mond und Merkur, Venus und Mars sind angenehm und spannungsfrei. Wenn zwei Planeten im Trigon zueinander stehen, so befinden sich die Planeten im gleichen Element (z.B. in Löwe und Schütze, im Feuer). Ein Trigon symbolisiert Qualitäten, die mit ins Leben gegeben wurden, ohne dass hierfür Anstrengung vonnöten ist. Trigone sollten genutzt werden, ansonsten gleicht dies etwa dem Umstand, reife Früchte am Baum verfaulen zu lassen.

Opposition - Starker Aspekt - gegensätzlich (Beziehungen)

Opposition in der Astrologie

Definition: 180° sind die beteiligten Planeten entfernt, wobei sie dadurch in einem Spannungsverhältnis stehen. Solche Konstellationen gelten als schwierig und stehen für Konfrontation.

Zwei Planeten stehen sich dabei genau in gegensätzlichen Zeichen wie  auch Häusern gegenüber. Psychologisch werden sie als innere Gegensätze gespürt. Es kann aber auch sein, dass eine Person ein Energiefeld völlig verdrängt und deswegen in äusseren Situationen damit konfrontiert wird. Ziel ist es, die Gegensätze zu harmonisieren, so dass sich alle Energien entfalten können und die Widersprüche gelöst werden. Zwar ist es nicht möglich, Oppositionen aufzulösen, aber die fremde Energie kann soweit integriert werden, dass sie zwar immer noch einen Gegenpol bildet, der Mensch aber die Wahlmöglichkeit hat, sich für das eine oder das andere in der jeweiligen Situation zu entscheiden. Beispiel: Venus als Zeichen von Anpassungsfähigkeit und Harmoniebedürfnis und Uranus als Spiegelbild von Unabhängigkeit und Eigenwilligkeit. Harmonisiert kommen beide Energien in jeweils geeigneten Situationen zur Entfaltung.

Halbsextil - Nebenaspekt

Semisextil in der Astrologie     

Definition: 30° beträgt die Entfernung der beteiligten Planeten, wobei sich die entsprechenden Planeten suchen. Das Halbsextil ist eine Zwölfteilung des Kreises.

Das Halbsextil verbindet Planeten in zwei nebeneinander liegenden und somit konträren Zeichen. Hierbei entsteht eine gewisse Spannung, die aber nicht die Intensität des Quadrats oder der Opposition erreicht. Es geht eher darum, die entsprechenden Prinzipien einfach kennenzulernen. Bei zunehmender Reife spürt der Mensch das Bedürfnis, diese Planetenprinzipien zu harmonisieren.

Das Halbsextil ist ein ambivalenter Aspekt, da er entsprechend der Person und den beteiligten Planeten verschieden wahrgenommen wird. Die Tatsache jedoch, dass unterschiedliche Energien sich im Sextil berühren, stellt auf alle Fälle einen (An)Reiz dar, um zu lernen und sich damit auseinanderzusetzen. Wieder geht es darum, verschiedene Prinzipien zu harmonisieren und eine Balance zu finden.

Halbquadrat, Semiquadrat oder Oktil - Nebenaspekt

Semiquadrat in der Astrologie

In abgeschwächter Form zum Quadrat stellt auch das Halbquadrat eine Spannungssituation dar, die im Unterbewusstsein angesiedelt ist. Die entstehenden Spannungen und Konflikte fordern zum Handeln auf. Bewusst werden Halbquadrate meist dann, wenn beispielsweise Transite die entsprechenden Themen aktivieren und diese sich in äusseren Ereignissen niederschlagen. Diese wiederum lassen auf die inneren Geschehnisse schliessen.

Quintil und Biquintil - Nebenaspekte

Quintil in der Astrologie Biquintil

Durch Quintile und Biquintile wird Kreativität verkörpert, denn es sind Aspekte, die ein kreatives Potenzial im Bereich der beteiligten Planeten symbolisieren. Der Punkt dabei ist, dass sich die Kreativität sowohl konstruktiv als auch destruktiv ausprägen kann. Genie und Wahnsinn liegen nah beieinander, sagt der Volksmund. In Quintilen und Biquintilen findet diese Aussage ihre Bestätigung.

Anderthalbquadrat, Sesquiquadrat oder Trioktil - Nebenaspekt

Sequiquadrat in der Astrologie

Das Anderthalbquadrat wird berechnet, indem die Gradzahl des Halbquadrats mit der Zahl 3 multipliziert wird. Das Anderthalbquadrat verkörpert dabei die gleichen Prinzipien wie das Halbquadrat, allerdings ist die Bewusstheit über die Spannungssituation im Menschen tendenziell höher.

Quinkunx - Nebenaspekt

Quinkunx in der Astrologie

Definition: 150° beträgt die Entfernung der beteiligten Planeten und die zwei Planeten suchen einander. Die Berechnung erfolgt aufgrund der Gradzahl des Halbsextils multipliziert mit 5.

Das Quinkunx symbolisiert ähnliche Empfindungen und Erlebnisse. Da es sich um einen harmonischen Aspekt handelt, darf der Mensch frei entscheiden, ob er sich mit den jeweiligen Persönlichkeitsanteilen auseinandersetzen will. Doch bei einem Nein bleibt eine Art Sehnsucht und das Gefühl etwas verpasst zu haben. Menschen, die eine höhere Bewusstseinsstufe erlangt haben, sind eher gewillt, sich mit den durch das Quinkunx symbolisierten Themen zu beschäftigen.

Im Horoskop wird der Quinkunx analog zum Halbsextil gedeutet. Er wird auch Sehnsuchtsaspekt genannt, was unterstreicht, wie fremd sich die verkörperten Energien eigentlich sind.

Der Orbis

Die tolerierte Abweichung (im Rahmen von bis zu 10 Grad), innerhalb dessen ein Aspekt gültig ist, wird Orbis genannt. Der Orbis determiniert dabei den Wirkungsbereich eines Aspekts. Astronomisch gesehen ist es sehr selten, dass beispielsweise die Sonne zum Mars in exakt 180 Grad Entfernung steht, was einer Opposition entsprechen würde. Deswegen einigten sich Astrologen auf die sogenannten Wirkungsbereiche, auch Orben genannt.

Allerdings herrscht unter Astrologen oft Uneinigkeit bezüglich der Grösse der Orben. So soll jeder Astrologe für sich selbst eine Entscheidung treffen. Auf jeden Fall werden bei Hauptaspekten grössere Orben verwendet, als bei Nebenaspekten.


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