Saturn im neunten (9.) Haus

astrologisches symbol saturn haus 9

Menschen mit dieser Konstellation kennen keine Grenzen, sie leben gerne im Überschwang und so verhalten sie sich auch, was die Ebene der Körperlichkeit angeht, das Berühren und Berührtwerden. Doch soll man sich nicht täuschen lassen von den jovialen Gesten, dem festen Händedruck, dem freundschaftlichem Schulterklopfen oder der innigen Begrüssung mit herzlicher Umarmung, grossem Hallo und Küsschen links und Küsschen rechts. Sie verstehen es sehr gut, sich über Ihren Körper in Szene zu setzen, insbesondere, wenn es darum geht, auf andere einen gewissen Eindruck zu machen. Doch am Ende wird man merken, dass die Präsentation von Offenherzigkeit nicht selten eine Maskerade ist, hinter welcher Sie Ihre Schwierigkeit verbergen, die Sie mit der Nähe zu anderen Menschen haben. Sie benötigen viel Platz, um sich ungehindert entfalten zu können. Deshalb ist Ihnen die Distanz zu anderen Menschen wichtig: Sie fühlen sich schnell bedrängt. Andererseits aber benötigen Sie Menschen in Ihrem Umfeld, weil Sie Ihre Anerkennung und Ihr Feed-back brauchen. Ihre ausladenden Gesten dienen deshalb nicht selten dazu, den Raum um sich selbst herum frei zu halten, ohne andere zu brüskieren.

Ihr Blick ist immer auf das Ferne gerichtet, auf die Zukunft. Aus diesem Grunde empfinden Sie Intimität und allzu grosse Nähe eher als Belastung. Sie sind ein Mensch, der seine Freiheit braucht - das stellt nicht selten Beziehungen zu anderen Menschen auf die Probe: dort, wo es Ihnen in einer Beziehung zu eng wird, werden Sie schnell das Weite suchen. Das Bad in der Menge hingegen stellt für Sie kein grösseres Problem dar: Hier fühlen Sie sich von etwas Grösserem getragen, sind nicht persönlich betroffen. Es ist die Intimität der Zweisamkeit, die Ihnen zu schaffen macht, denn hier müssen Sie Ihre Maske fallen lassen, die Sie noch angesichts von Publikum und Menschenmengen schützen konnte - und diesen Moment scheuen Sie wie der Teufel das Weihwasser. In Zeiten, in denen es eng wird um Sie und Sie das Gefühl haben, dass Sie Ihrem Bedürfnis nach Freiraum nicht gerecht werden können, entwickeln Sie mithilfe Ihrer natürlichen Autorität eine regelrechte Aura der Unberührbarkeit: Sie sind dann präsent und zeigen sich wie gewohnt in souveräner Haltung Ihrer Umwelt gegenüber, aber jeder spürt ganz deutlich, dass die Herzlichkeit nicht mehr von Herzen kommt, sondern eine aufgesetzte Geste ist.

Für Sie ist deshalb wichtig, immer wieder in Kontakt mit sich selbst und Ihren ureigenen Bedürfnissen zu kommen, bevor Sie sich auf die Berührung anderer voller Freude einlassen können. Oft genügt Ihnen bereits ein Spaziergang in der freien Natur: über Ihnen nur der Himmel und rings um Sie nur der Horizont als Begrenzung. Wanderungen in Bergen sind hier besonders gut geeignet, weil mit jedem Schritt hinauf sich auch der Blick in die Weite vergrössert. Hier fallen alle Sorgen und Details des Alltags von Ihnen ab und erscheinen nichtig. Die Vogelperspektive verschafft Ihnen freie Sicht in alle Richtungen und damit im wahrsten Sinne neuen Überblick, z.B. eine Fahrt im Ballon oder der lautlose Gleiten mit einem Segelflugzeug. Wichtig ist, dass Sie bei all diesen Aktivitäten für sich sein und Ihre Freiheit ungehindert geniessen können. Manchen Menschen mit dieser Konstellation genügt es auch einfach, sich in einer milden Sommernacht ins weichen Gras oder an den Meeresstrand zu legen und hinauf in die Weiten des Universums zu blicken, wo sich Stress und Hektik des Alltags in der Unendlichkeit zwischen den funkelnden Sternen verlieren...

Auszug aus dem Horoskop "Wellness" für Prinzessin Estelle von Schweden. Text © 2017 by Christopher Weidner, Astrologe. AstroStar © 2017 by AstroGlobe.